Carolin Charlotte Pfänder
Carolin Charlotte Pfänder (sie/ihr) ist Künstlerische Forscher*in und arbeitet an der Schnittstelle einer künstlerischen und akademischen Praxis. Mit den Mitteln von theatralen, performativen und medialen Strategien erforscht sie Fragestellungen zu gesellschaftspolitischen Mythen und Narrativen. Ihre künstlerisch forschenden Arbeiten begreift Carolin als intermediale Textflächen, welche Narration, kreatives Schreiben und Popkultur mit wissenschaftlicher Forschung verbindet und so nach einem niedrigschwelligen Zugang zu Theater & Wissenschaft sucht. Sie entwickelt und schreibt autofiktive Lecture Performances.
Seit Herbst 2025 forscht Carolin an ihrem Dissertationsprojekt bei Prof. Dr. Dorota Sajewska, Prof. Dr. Judith Ackermann sowie Prof. Dr. Sven Lindholm. Ihren Bachelor of Arts in Literatur-Kunst-Medien absolvierte sie an der Universität Konstanz. Im Mai 2025 schloss sie ihr Masterstudium Szenische Forschung an der Ruhr-Universität Bochum mit Auszeichnung ab. Carolins Abschlussprojekt „Comfort Binge Watching mit Allerliebst, C", eine Lecture-Performance über Comfort Binge Watching im Kontext von Wiederholungs-, Therapie- und Veränderungsprozessen war am Theater im Depot zusehen.
Akademische Tätigkeiten:
2021 wurde „Dear Madame Realism. Briefe an einen fiktiven Charakter“, ein künstlerischer und denkender Essay an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft, zur internationalen studentischen Konferenz eingeladen. Im selben Jahr war Carolin Lehrbeauftragte der Ruhr-Universität Bochum zum Thema Darstellungen von sexualisierter Gewalt in den Szenischen Künsten. Seitdem arbeitet sie regelmäßig als Lehrbeauftragte in der Szenischen Forschung sowie am Theaterwissenschaftlichen Institut der RUB. Ab 2025 wird Carolin im LATIBUL, Theater- & Zirkuspädagogisches Zentrum in Köln, zu Künstlerischer Forschung lehren.
Künstlerische Tätigkeiten:
Von 2021 bis 2022 arbeitete sie eng mit der Autorin und Regisseurin Christiane Mudra (Investigative Theater) zusammen, mit der sie sich intensiv mit politischen sowie investigativen Theaterprojekten befasste.
In ihrer Produktion „Happy Ever After. und wenn sie nicht gestorben sind…“, die im Rahmen von west off 2021 - Theaternetzwerk Rheinland in Kooperation mit dem Theater im Ballsaal Bonn entstand, erforschte sie schreibend und szenisch Märchenerzählungen im Kontext von sexualisierter Gewalt. Die Arbeit war 2022 zu sehen im Theater im Ballsaal, studiobühne Köln (TanzFaktur), FFT Düsseldorf sowie beim 10jährigen Festival der Szenischen Forschung in der Ko-Fabrik Bochum.
Carolin arbeitete bereits 2020 als Digitale Dramaturgin für das Unruhr Festival. 2023 übernahm sie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Social Media des Europefiction Camps, einem internationalen Jugendtheaterlabor (Künstlerische Leitung: Kristin Naujokat & Emese Bodolay). Seit Oktober 2025 ist sie Teil der Mülheimer Theatertage und übernimmt die digitale Social Media Bühne.
