Orangerie Theater Köln
Mikroben können Giftstoffe umwandeln, Krebszellen verzehren, Sauerstoff produzieren, Gedichte schreiben. Winzige, undurchsichtige Wesen betreten als mächtige Hoffnungsträger die Bühne in der ökologischen Krise. Ein schwindeliger Blick in die Dimension von Rädertierchen, Dinoflagellaten und Foraminiferen zeigt: Nichts ist starr, alles bewegt sich und koevolutioniert miteinander.
Ein prächtiges Durcheinander. Biolog:innen wie Lynn Margulis rufen uns zu: Dieser Planet ist ein Ort der radikalen Kollaboration! Unsere Homo Sapiens-Körper sind ein kollaborativer Haushalt aus Billionen Kleinstlebewesen und nichts und niemand macht irgendetwas ganz allein. Trost und Zuversicht für alle, die es hören wollen. Mit einem hochauflösenden Mikroskop, einem analogen Synthesizer und ihren mehr als menschlichen Körpern begegnen die Performer:innen in Cryptobiosis sich selbst und dem Publikum als Science Fiction-Wesen, die sich in Texten, Bewegungen und Klängen mit der Umwelt verbinden. Eine poetische Kontaktaufnahme mit den Sphären des Unsichtbaren und des Anderen im Eigenen.
Künstlerische Leitung und Performance: Constantin Leonhard
Musik und Performance: Benjamin Adams
Dramaturgie und Co-Regie: Franziska Schneeberger
Labor und Performance: Nury Cecilia Zambrano Rodriguez
Künstlerische Assistenz: Valerie Wehrens
Videotechnik und Licht: Martin Wisniowski
Biologische Expertise: Klaus Fritze und Dozent:innen des Departments für Biologie der Universität zu Köln
Eine Ko-Produktion von studiobühneköln und Constantin Leonhard im Rahmen der AUSWÄRTSSPIELE.
Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie durch das Kulturamt der Stadt Köln. Unterstützt mit Equipment der Bresser GmbH.