Die Elektrische Küche funktioniert wie musikalisches Kochen in der Gruppe. Wir schmeißen gemeinsam Zutaten in einen Topf: Synthies, Gitarren, Beats, Kratzen, Knarzen, Hörspielfetzen oder Flöten. Alle erzeugten Klänge sind über Kopfhörer zu hören und kommen in einem separaten Tonpult an. Die rotierende Elektrische Köch*in mischt dann aus den Klangzutaten zusammen, was über Lautsprecher im Raum zu hören sein wird und regt immer wieder an, den Soundmix mit euren Instrumenten neu zu würzen. Sie wird somit zur Köch*in der unterschiedlichen Sounds, schmeckt sie ab und serviert sie Gang für Gang frisch und direkt in eure Ohren – unbedingt vor Ort probieren! Musikalische Vorkenntnisse sind für die Elektrische Küche nicht notwendig.
Bitte gebt bei der Ticketbuchung an, ob und welche Instrumente ihr mitbringen möchtet.
Der Workshop richtet sich an professionelle und semiprofessionelle Künstler*innen mit und ohne Behinderung aus den Bereichen der darstellenden Künste: Regisseur*innen, Dramaturg*innen, Performer*innen, Schauspieler*innen, Tänzer*innen, Choreograf*innen, Musiker*innen, Autor*innen sowie an Kulturschaffende und Interessierte.
Referent*innen
Josephine Stamer
Josephine Stamer beschäftigt sich mit technischen, klanglichen und choreographischen Elementen in verschiedenen Formaten und kollektiven Konstellationen. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Aktuell absolviert sie den Masterstudiengang Klang und Realität am Institut für Musik und Medien in Düsseldorf im Schwerpunkt Epistemische Medien, wo sie an performativen klanglichen Mitteln forscht. Gemeinsam mit dem Chor ΓΛΩΣΣΑ (Glossa) performt sie mit dem Instrument Stimme, entwickelt choreographische und technische Scores und erhielt als Ko-Komponistin das Karl-Sczuka-Recherchestipendium in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut. In der Band EZB mit Thomas Meckel singt sie und spielt verschiedene Instrumente im Genre Experimental, Pop, Kindermusik und Krauthouse. Als js bach nutzt sie ihre Sammlung an Handyaufnahmen für Sound-Diary-Kompositionen in der Programmiersprache PureData.
Adriani Botez, ein lachender Mann mit dunklen lockigen Haaren sitzt entspannt auf einem Stuhl in einem Proberaum mit Ballettstangen. Er trägt ein graublaues T-Shirt und ockerfarbene Hosen. Im Vordergrund sind unscharf andere Personen zu sehen, was auf eine Gruppenaktivität oder eine Probe hinweist.
Adriani Botez
Adriani Botez, geboren in Rumänien, lebt seit seinem 16ten Lebensjahr in Deutschland. Er arbeitet nach seinem betriebswirtschaftlichen Studium als Analyst bei der DEG in der KfW-Bankengruppe. Als blinde Person engagiert sich Adriani in vielen soziokulturellen Initiativen, um den Kontakt zur Gesellschaft zu suchen und zu einem inklusiven Miteinander beizutragen. Seit diesem Jahr ist Adriani ebenso im Vorstand des KulturNetz Köln e.V. und vertritt die Freie Szene zu Fragen der kulturelle teilhabe. Er gestaltete unter anderem die Strategie des Projektes Match my Maker, führte HACKademies durch und wirkt auch bei der Weiterentwicklung der quelloffenen Vorlesesoftware NVDA mit. Bei SONA fungiert er als Experte und Berater für Zugänglichkeitsformate, in der Öffentlichkeitsarbeit für die Sehbehinderten-Communities und ist Teil des Konzeptionsteam. Adriani spielt seit vielen Jahren Gitarre und ist Mitinitiator des monatlichen Modulationskreises für elektronische Musik in Köln.
Mann in blauem Hemd sitzt in Drehstuhl, hält Smartphone, umgeben von Studiotechnik mit Monitoren, Mikrofonen und Audiogeräten.
Marcus Zilz
Marcus Zilz gründete 2013 nach dem Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln das Animationsstudios hi&Moinsen mit Filmemacher David Jansen. Diverse Veröffentlichungen auf dem Elektroniklabel Supermoll. Als Tongestalter/Sounddesigner und Musiker zahlreiche internationale A-Festival-Premieren und Preise. Seit 2012 Auftritte auf Festival-, Club- und Radioauftritte als Musiker und Performancekünstler an der Schnittstelle zwischen Kunst und Entertainment, Hörspiel und Dada. Gründung des Labelkollektivs Baumusik, einige Veröffentlichungen, Chinatour. Klangarbeiten im Bereich Tanz und Theater. 2018-2020 Bau des Mount WobbleTonstudios der freien Szene mit Unterstützung der Kulturförderung der Stadt Köln, seitdem Unterstützung sozialer und künstlerischer Projekte, die sich für nachhaltigen Wandel, sozial wie ökologisch, einsetzen. 2020 Gründung des Labels Mount Wobble. Mitarbeit bei mehreren mit Grimmepreis ausgezeichneten Produktionen, seine eigenen Arbeiten werden weltweit auf Festivals wie Berlinale und Cannes gezeigt.
Barrierefreiheit
Alle Veranstaltungsräume sind barrierefrei. Assistenzhunde sind willkommen.
Zugänglich für Rollstuhlnutzer*innen, ebenerdig
Barrierefreies Bad mit Dusche und Toilette inkl. eines Hebelifters für Rollstuhlnutzer*innen
Zugang zum Garten barrierefrei möglich durch Treppenlifter für Rollstuhlnutzer*innen
Automatischer Türöffner
3 eigene Behindertenparkplätze vor der Tür
1 zusätzlicher Behindertenparkplatz der Stadt Köln um die Ecke
ÖPNV: Die barrierefreie Haltestelle „Lenauplatz“ der Linie 5 ist in 100 Meter Entfernung
Bei Bedarf stellen wir folgende Assistenzen zur Verfügung, bitte unbedingt bei der Anmeldung angeben:
Arbeitsassistenz bzw. Mobilitätsassistenz vor Ort (wird bei Bedarf von Un-Label gestellt)
Weitere Informationen
Adresse: Un-Label Studio | Hosterstr. 1-5 | 50825 Köln-Neuehrenfeld
Die Haltestelle Lenauplatz (barrierefrei) der KVB Linie 5 (Dom / Hbf – Ossendorf) befindet sich in unmittelbarer Nähe des Gebäudes Hosterstraße 1-5.
Abfahrtszeiten (KVB)
Unkostenbeitrag: 15€ | 20€ | 25€ (nach Selbsteinschätzung) pro Teilnehmer*in
Für Fragen und weitere Informationen schreibt an:
masterclasses@un-label.eu
Tel. +49 (221) – 5501544
info@un-label.eu
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