Titel: Co-Creating Praxis
Referentin: Tänzerin, Dozentin und Wissenschaftlerin Dr. Kate Marsh
Datum: 02. – 05. Mai 2026
Zeit: 02. & 03. Mai (Samstag + Sonntag) jeweils von 11 bis 17 Uhr
& 04. & 05. Mai (Montag + Dienstag) jeweils von 14 bis 20 Uhr
Ort: Un-Label Studio
Sprache: Englische Lautsprache (eine Peer-to-Peer Übersetzung in deutsche Lautsprache ist bei Bedarf möglich)
Hier geht es zur Anmeldung
Inhalt
Künstlerische Praxis entsteht selten allein.
Dieser viertägige WORKSHOP:Tanz Co-Creating Practice mit der Tanzkünstlerin und Forscherin Dr. Kate Marsh lädt behinderte und nichtbehinderte Künstler*innen ein, gemeinsam zu arbeiten, zu hinterfragen und zu experimentieren – in einem Umfeld, das auf Zugänglichkeit, Neugier und geteilter Autor*innenschaft basiert. Gemeinsam untersuchen wir Zugang als künstlerisches Prinzip und Leadership als etwas, das bereits in unseren Praktiken existiert. Jeder Tag beginnt mit einem gemeinsamen Warm-up. Diese Praxis wird sich an den Bedürfnissen, Rhythmen und Fähigkeiten der Anwesenden orientieren und bewusst flexibel bleiben. Sie bietet Zeit, anzukommen, sich zu orientieren und sich auf die Arbeit einzustimmen. Im Laufe des Tages beschäftigen wir uns mit verschiedenen choreografischen und improvisationsbasierten Ansätzen — in Solo-, Duo- und Gruppenformaten.
Die Teilnehmenden sind eingeladen, eigene Fragestellungen, verkörpertes Wissen und künstlerische Interessen einzubringen. Dies wird den Verlauf des Workshops aktiv mitgestalten. Am Ende jedes Tages gibt es eine gemeinsame Reflexion. Wir sammeln Beobachtungen, benennen offene Fragen und entscheiden gemeinsam, was wir in den nächsten Tag mitnehmen möchten. Im Zentrum steht eine zugängliche Praxis: Wege zu finden, Raum zu teilen, miteinander zu arbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen, während individuelle und kollektive Bedürfnisse ernst genommen werden. Dabei verstehen wir Zugang nicht als nachträgliche Anpassung, sondern als kreativen Bestandteil der künstlerischen Arbeit (Aesthetics of Access).
I want to be with you. If you can’t go, then I don’t want to go. If we are traveling together, sharing political space together, building political family together, then I want to be with you. I want us to be together. (Mia Mingus 2010)
Der Workshop ist von Kate Marshs langjähriger Auseinandersetzung mit Leitung im Kontext von Tanz und Behinderung geprägt. Gemeinsam untersuchen wir, wie Leitung nicht als Position oder Rolle verstanden werden kann, sondern als etwas, das bereits in unseren Praktiken vorhanden ist — in der Art, wie wir organisieren, lehren, füreinander sorgen, arbeiten und zusammenkommen. Statt sich an ein vorgegebenes Bild von Leitung anzupassen, würdigt der Workshop das umfangreiche Wissen behinderter Künstler*innen: Wissen über Körper, Choreografie und Pädagogik, das neue Arbeitsweisen in den Künsten eröffnen kann. Es wird Raum geben, über radikalen Zugang, Inklusion jenseits von Teilhabe und autonome künstlerische Praxis nachzudenken. Wir sprechen auch über sogenannte „Access Clashes“ — Situationen, in denen unterschiedliche Barrierefreiheitsbedarfe aufeinandertreffen — und darüber, wie wir damit umgehen können, sodass jeder Körper und jeder Geist berücksichtigt wird.
Der WORKSHOP:Tanz richtet sich an professionelle und semi-professionelle Tänzer*innen, Choreograf*innen, Performer*innen, Vermittler*innen und Tanzpädagog*innen mit und ohne Behinderung. Die Teilnehmenden sollten etwas Erfahrung im Bereich Tanz und Bewegung mitbringen. Der Workshop bietet Raum, die eigene künstlerische Praxis zu intensivieren, zu vertiefen und sich so kontinuierlich weiterzuentwickeln. Das Format versteht sich besonders als Empowerment für Künstler*innen mit Behinderung, die bereits aktiv arbeiten und ihre künstlerische Praxis, berufliche Perspektiven oder Sichtbarkeit gezielt ausbauen wollen oder Fragen zu Leadership in diesem Bereich haben.
Referentin
Dr. Kate Marsh ist eine behinderte Tanzkünstlerin und Kunstwissenschaftlerin sowie Assistenzprofessorin am Centre for Dance Research (C-DaRE) der Coventry University. Mit über 20 Jahren Erfahrung in Performance, Lehre und Forschung setzt sie sich in ihrer Arbeit mit Behinderung, Körperwahrnehmung und Führungsrollen im Tanz auseinander. Ihre Forschung bewegts sich häufig an der Schnittstelle von künstlerischen Praxis und Technologie, unter anderem in Projekten zum KI-gestützten Co-Design von Prothesen sowie zu digitalen Interventionen im Kontext von Behinderung und Tanz.
Barrierefreiheit
Alle Veranstaltungsräume sind barrierefrei. Assistenzhunde sind willkommen.
Zugänglich für Rollstuhlnutzer*innen, ebenerdig (Türbreite: Eingangstür Studio 85 cm, Zwischen-Glastür Studio 105 cm)
Barrierefreies Bad mit Dusche und Toilette inkl. eines Hebelifters für Rollstuhlnutzer*innen (Türbreite: 82 cm)
Zugang zum Garten barrierefrei möglich durch Treppenlifter für Rollstuhlnutzer*innen (Türbreite Studio zum Lagerraum, wo der Lift steht: 77 cm, Türbreite Lagerraum in den Garten: 100 cm))
Automatischer Türöffner an der Eingangstür
3 eigene Behindertenparkplätze vor der Tür
1 zusätzlicher Behindertenparkplatz der Stadt Köln um die Ecke
ÖPNV: Die barrierefreie Haltestelle „Lenauplatz“ der Linie 5 ist in 100 Meter Entfernung
Bei Bedarf stellen wir folgende Assistenzen zur Verfügung, bitte unbedingt bei der Anmeldung angeben:
Peer-to-Peer Übersetzung in deutsche Lautsprache
Arbeitsassistenz bzw. Mobilitätsassistenz vor Ort (wird bei Bedarf von Un-Label gestellt)
Weitere Informationen
Adresse: Un-Label Studio | Hosterstr. 1-5 | 50825 Köln-Neuehrenfeld
Die Haltestelle Lenauplatz (barrierefrei) der KVB Linie 5 (Dom / Hbf – Ossendorf) befindet sich in unmittelbarer Nähe des Gebäudes Hosterstraße 1-5.
Unkostenbeitrag pro Teilnehmer*in pro Workshop:
Regulär: 185€ (Regulär)
Ermäßigt: 135€ (Schüler*innen, Studierende & Kolleg*innen)
Solidarisch: 85€ (Inhaber*innen eines Schwerbehindertenausweises, Köln Pass, Bürgergeld Empfänger etc.)
(nach Selbsteinschätzung)
Getränke und Snacks werden bereitgestellt.
Für Fragen und weitere Informationen schreibt an: nikos@un-label.eu
Tel. +49 (221) – 5501544
info@un-label.eu
Foto: ©Annette Etges
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