Theater am Fluss, Ruhrstr. 20, 58239 Schwerte
Eingetragen von STUDIO 7 | Theaterwerkstatt für aktive Kultur e.V. am 27.03.2019 13.19 Uhr

Gastspiel im Theater am Fluss Schwerte, Rohrmeisterei Halle 4

Du liegst immer schon falsch.
Das große Besäufnis des René Daumal

Ein (pataphysikalischer) Dialog über die Macht der Worte und die Ohnmacht des Denkens.

Du liegst immer schon falsch ist eine Aufführung von STUDIO 7 zum Werk des französischen Dichters, Schriftstellers und Übersetzers René Daumal, unter Verwendung von Fragmenten seiner Texte.

Schauspieler: Ana Patricia Marioli, Simon von Oppeln-Bronikowski
Montage & Regie: Christoph Falke
Produktion: STUDIO 7 Theaterwerkstatt für aktive Kultur e.V.

Spieldauer: ca. 80 Min.
Eintritt: 10€ / 5€ (erm.)

Reservierung unter: info@studio7theater.de oder 02304 4718 324 (Nachricht hinterlassen)


Über das Stück

„Je n'en suis jamais certain une fois pour toutes. Chaque fois la question est nouvelle. Chaque fois que l'aube parait, le mystère est là tout entier.“

„Ich bin niemals ein für allemal sicher. Jedes Mal stellt sich die Frage neu. Jedes Mal, wenn der Morgen dämmert, ist das ganze Geheimnis da.“

- René Daumal, 1941

Die Aufführung reflektiert den Roman „Das große Besäufnis“ des französischen Dichters René Daumal (1908 – 1944) und die Fragen, die ihn bewegten.

Wie kommt es zu dem immerzu automatisch fort fließenden Strom von Ideen, Assoziationen, Meinungen, Ängsten und Hoffnungen? Beim geringsten Innehalten erweist er sich als Illusion und versickert; aber bis zu diesem Innehalten versetzt er uns in einen Rausch, der keinen Durst stillt.
 
In der Aufführung von STUDIO 7 steht René seiner Frau Vera Daumal gegenüber. Sie begleitet ihn im Alltag, pflegt den schwer Kranken und schlüpft auch in die Rolle seines Alter Egos, mit dem sie uns, die Zuschauer, durch einige verdrehte Absurditäten unserer alltäglichen Welt führt. Für Daumal sind dies „die künstlichen Paradiese“, die Utopie der scheinbar Nüchternen.
Er beschreibt mit Witz unsere Möglichkeiten auf dem Freien Markt, die Ich-Bezogenheit unserer Kulturproduzenten (uns selbst eingeschlossen), die Irrtümer, mit denen wir unseren Alltag ausschmücken, die Hohlheit so manchen Ichs, die Blüten so mancher esoterischer Fluchtversuche und den Teufelskreis, der die Menschen periodisch wiederkehrend in kriegerische Selbstzerstörung führt.

Daumal und die Aufführung überlassen uns dennoch nicht dem Sumpf hoffnungsloser Depression. Der Dichter enttarnt den wilden Traum und holt uns in die Wirklichkeit des Theaterabends zurück. Er entlässt uns mit einem Lächeln.

Seine Empfehlung: uns vom Kopf auf die Füße zu stellen und dabei die Illusion nicht wie Don Quijote zu bekämpfen. „Es gibt mancherlei zu tun, wenn wir das Leben nicht verpassen wollen“, schließt Daumal. Und fügt an: „Und du? Was suchst du?“

Weitere Termine: 26.04.2019 20:00 Uhr, 27.04.2019 20:00 Uhr
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