Kölner Künstler Theater, Köln
Eingetragen von KKT. Kölner Künstler Theater am 09.12.2019 08.44 Uhr

Schauspiel- und Objekttheater für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahre.

Die Bühne wird zu einem Hutladen, in dem Kopfbedeckungen aller Formen und Farben Geschichte(n) zum Leben erwecken: Gerda erzählt von ihrer Mutter Maria, die als halbjüdisches Mädchen den Nationalsozialismus erlebt hat. In den 1930er Jahren wird die Hutmacherfamilie immer mehr von den Nazis bedroht, weil Marias Mutter jüdischen Glaubens ist. Maria, die wegen ihrer roten Kappe Rudkäppche gerufen wird, drangsaliert man in der Schule, auf der Kirmes, im Schwimmbad. Man rät dem Vater, sich von seiner Frau, der "jüdischen Hexe", scheiden zu lassen. Maria fragt nach: Haben die Nazis etwas gegen uns? Warum bleiben immer mehr Kunden weg? Darf ich in der Schule noch sagen, dass ich Jüdin bin? Warum spricht Oskar nicht mehr mit mir? Warum muss Mama sich verstecken?
Gerda schildert die Geschichte ihrer Mutter und gibt dabei kunstvoll Einblicke in die Sorgen, Nöte und Ängste eines jüdischen Kindes zu jener Zeit. Ein Theaterstück zu den Themen Nationalsozialismus - Ausgrenzung - Demokratie, Vielfalt und Toleranz.

Das Mädchen mit der roten Kappe ist Teil der Bundesinitiative "Demokratie Leben!" sowie des Projektes "Der Ort, an dem wir leben" in Kooperation mit dem Kölner NS-Dokumentationszentrum.

„Liebevoll und charmant erweckt Hauptdarstellerin Heidrun Grote die Kopfbedeckungen zum Leben... Das Stück ist damit ganz nah an der Wahrnehmung von Kindern und bedient sich ihrer Ausdrucksmöglichkeiten. Die Hute klären über ein Thema auf, das bis heute nichts an Aktualität verloren hat angesichts der Verurteilung von Glaubensgemeinschaften.“ (Stadtmagazin Känguru)

"Das Theaterstück Das Mädchen mit der roten Kappe greift in vorbildlicher Weise für Kinder geeignet das Thema rassistische Verfolgung auf. Die Darstellung ist – anders als häufig üblich – sehr differenziert.“ (Barbara Kirschbaum, Leitung NS-Dokumentationszentrum Köln)

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