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NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste e.V.

Deutsche Straße 10
44339 Dortmund
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Tel.work 0231 47 42 92 10
Faxfax 0231 47 42 92 11
Madonnas letzter Traum / Theater im Bauturm / Foto © Laura Thomas
Shakespeare / Theater Korona
TURBOGIGAMANIPOWERISTISCH / MNEME Kollektiv
Dreckstück / Tim Mrosek / Foto © Ingo Solms
Bilder deiner großen Liebe / Alina Rhode / Foto © Alina Rhode
Morgen ist Heute Gestern / Theater Marabu
Intervention LIEBE / Feedback Kollektiv / Foto © K-H Mierke
Bachmann / movingtheatre.de / Foto © Dieter Jacobi
cellar and secrets_2020 / DIN A 13 tanzcompany / Foto © Celine Bellut
Dr Lafari ist weg! - / TOBOSO / Foto © André Symann
Chöre des Spekulativen / Sebastian Blasius / Foto © C Krauss
Being A Vertebrate / DortmunderKunstverein / Foto © Roland Baege
Die unendliche Verästelung / RUE OBSCURE
Lokal Europa / Brachland Ensemble / Foto © Marie Luise Manthei
Amelie und der Wolf / Damian Popp / Foto © Damian Popp
About Sky(s) / Avi Kaiser und Sergio Antonino / Foto © Giovanni Pinna
MAP TO UTOPIA / Fringe Ensemble / Foto © Tanja Evers
Eine pangalaktische Parabel zur Globalisierung der Wohnungen / Pangalaktisches Theater
PROMETHEISCHE KULTUR / Kristóf Szabó F.A.C.E. - Visual Performing Arts / Foto © Julia Karl
when air is still around / Kaiser Antonino Dance Ensemble
Zähmung / Tim Mrosek / Foto © Ingo Solms
Der kleine Container+boatpeopleprojekt / ARCHE NOVA
SINPA / Dencuentro / Foto © Marcos Angeloni
We Are Here To Stay! / Ana Valeria Gonzalez / Foto © Jule Katinka Cramer und Carmen Rivadeneira
DWDW - Die Sache mit dem Wasser / Armada Theater / Foto © Louisa-Marie Nübel
ZWEITENS / tatraum projekte schmidt / Foto © Michael Schmidt
vergissmeinnicht / Vlasova und Plawica / Foto © Amadeus Pawlica
Cultural Drag / Tacho Tinta / Foto © Robin Junicke
STANDARD / CocoonDance company - / Foto © Alessandro De Matteis
AMORE / undBorisundSteffi / Foto © Philipp Niggemeier
TACTO / Paula A. Pedraza / Foto © Paula A. Pedraza
Die Frau vom Meer / Marlin de Haan / Foto © Bozica Babic
Just before Falling / El Cuco Projekt / Foto © Julia Franken
Mutig Miese Monster Meucheln / theaterspiel / Foto © Erhard Dauber

Mentoring-Programm

Die Einreichfrist für eine Förderung war der 21. August 2022. Anträge können nicht mehr eingereicht werden. Die untenstehenden Informationen beziehen sich auf die vergangene Ausschreibung.

Das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste schreibt, bestärkt durch den Erfolg der ersten Runden, zum dritten Mal ein Mentoring-Programm aus. Das von der Kunststiftung NRW geförderte und mitinitiierte Programm ermöglicht erfahrenen freien Gruppen / Ensembles aus Nordrhein-Westfalen für die Dauer von ca. einem Jahr produktionsunabhängig und themenspezifisch mit Mentor*innen ihrer Wahl zusammenzuarbeiten.

Zielsetzungen des Programms

Das Mentoring-Programm richtet sich an freie Gruppen / Ensembles in NRW, die seit mindestens fünf Jahren professionelle, ideenreiche Arbeit leisten. Es ermöglicht den Raum für eine Denktiefe, die im Produktionsalltag oft fehlt. Ausdrücklich möglich ist eine Phase des Experiments, die jenseits der sonstigen Arbeit liegt. Jedoch muss klar erkennbar sein, wie sich das gewählte Vorhaben innerhalb der künstlerischen Biographie der jeweiligen Gruppe / des Ensembles verorten lässt.

Inhaltlich gibt es keine Einschränkung. Explizit förderfähig sind auch außergewöhnliche Vorhaben im Feld von Theorie und Praxis, transdisziplinäre Kollaborationen, wissenschaftliche Begleitung künstlerischer Konzeptionen, die das jeweilige künstlerische Profil einer Gruppe / eines Ensembles schärfen und weiterentwickeln.

Als Mentor*innen kommen Expert*innen aus allen künstlerischen Bereichen, aber ausdrücklich auch aus anderen Disziplinen, wie den Wissenschaften, dem Sport, der Wirtschaft, etc. infrage. Das Mentoring dient sowohl der Vertiefung und Erweiterung bestehender Arbeitsansätze und Konzeptionen als auch der Erschließung neuer Ideenfelder. Explizit erwünscht sind international ausgerichtete Partnerschaften.

Idealerweise sind die Mentor*innen an der Entwicklung des Mentoring-Konzeptes beteiligt.

Entscheidend ist die nachhaltige Wirksamkeit des Vorhabens auf die konkrete künstlerische Arbeit. Es ist jedoch ausdrücklich nicht als Ersatz für unmittelbare Produktionsarbeiten gedacht.

Wie und wo sich Ensembles / Gruppen und Mentor*innen begegnen, und ob Workshops, Klausuren oder moderierte Gespräche stattfinden, obliegt den Antragsteller*innen selbst.

Bewerbungsvoraussetzungen

  • Die Förderung richtet sich an freie Gruppen / Ensembles, die in Nordrhein-Westfalen ihren Arbeitsschwerpunkt haben und seit mindestens fünf Jahren professionell zusammenarbeiten
  • Mentor*innen und Mentees werden vergütet und sind im Rahmen der Fördersumme zu budgetieren
  • Einreichung einer Konzeption beim NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste von max. 3 DIN A4-Seiten sowie aufschlussreiche Darstellung zur Arbeit der Gruppe/des Ensembles von max. 1 DIN-A4-Seite
  • Vorausgesetzt wird eine differenzierte inhaltliche Erläuterung zum geplanten Mentoring und dessen
  • Verbindung zur bisherigen Arbeit sowie eine konkrete Begründung zur Auswahl der Mentor*innen
  • Konzepte mit mehreren Mentor*innen sind möglich.
  • Einreichung eines Ausgabenplans mit Auflistung aller Honorare für die Gruppenmitglieder und für die Mentor*innen, sowie Sachkosten (Raummiete, Materialkosten, Reisekosten, evtl. Übernachtungskosten).
  • Die Honoraruntergrenze des Bundesverbands Freie Darstellende Künste ist für künstlerische Leistungen zu berücksichtigen.
  • Verbindliche Teilnahme an vier Netzwerktreffen (zwei in Präsenz - zwei digital) durch mindestens eine*n Vertreter*in der ausgewählten Gruppen / Ensembles. Die Teilnahme der Mentor*innen an den Treffen ist ausdrücklich gewünscht.

Förderbedingungen

Die Förderhöhe beträgt pro Ensemble 12.000 - 16.000 Euro – davon sind jeweils 2.000 Euro als Overhead-kosten u.a. für die Teilnahme an den Netzwerktreffen anzusetzen.

Es handelt sich um eine Festbetragsförderung, die das Projekt zu 100 Prozent abdeckt. Das Mentoring-Programm ist nicht mit anderen Förderungen kombinierbar.

Einreichfrist ist der 9. August 2022 21. August 2022 (23:59 Uhr).

Bewerbungen müssen ausschließlich per Mail an mentoring@nrw-lfdk.de geschickt werden.

Die Jury

Die Jury für das Mentoring-Programm (Stichtag: 9. August) setzt sich aus nachfolgenden Personen zusammen:

Prof. Dr. Sandra Umathum

 

Prof. Dr. Sandra Umathum ist Professorin für (Angewandte) Theorie Tanz, Choreografie, Performance am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz (HZT) in Berlin und Dramaturgin in den Bereichen Performance und Tanz.

Von 2013 bis 2018 hat sie eine Professur für Theaterwissenschaft und Dramaturgie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Sie ist Mitglied in verschiedenen Jurys zur Vergabe von Kulturfördermitteln.

Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören: Theorie und Praxis der Performance; die Relationen von Darstellender und Bildender Kunst seit den 1950er Jahren, Theater als Dispositiv, Performance & Disability, Performance und/als Dokumentation, neue Tendenzen in Konzept und Praxis der Dramaturgie.

Sie kuratierte im Rahmen von Impulse Theater Festival die „Akademie des Prekären #2: Unsichere Begegnungen“ (studiobühne Köln, 2018). Außerdem ist sie Mitinitiatorin und Ko-Kuratorin von „Dirty Debüt“, einer Veranstaltungsreihe zur Unterstützung junger Performancekünstler*innen (Sophiensaele Berlin, 2018/19; Ballhaus Ost, 2020/21).

Fatima Çalışkan

 

Fatima Çalışkan ist freie Künstlerin, Kuratorin und Autorin. Seit 2018 ist sie im Vorstand von FUMA Fachstelle Fachstelle für Gender und Diversität in NRW. Überzeugt von der solidarischen Wirkkraft kollektiver Wissensvermittlung beriet sie von 2019 bis 2021 Förderprojekte im Auftrag des Förderfonds Interkultur Ruhr. Seit 2020 co-leitet sie die Beratungsstelle des Performing Arts Programm Berlin. Als Co-Redakteurin und Koordination ist sie von 2021-2022 beim Berliner Modellprojekt FAIRSTAGE beteiligt. In 2022 wurde sie in den Rat für die Künste in Berlin gewählt.

In ihrer künstlerischen Arbeit entwickelt sie Positionen und Inhalte zum Verhältnis von Biografie und Zugehörigkeit, Widerständigkeit und Arbeit. Fatimas Çalışkans Werk changiert zwischen den Genres und bedient sich szenischen Bildern, Videografik, Texten und eigener Sound-Arbeiten. Dabei sind die Werke immer performativ konzipiert und funktionieren Ortsspezifisch. Sie ist Teil von Salon der Perspektiven, die Initiative formuliert kritische Perspektiven in der Kulturarbeit, sowie B.EEF, die Gruppe arbeitet zwischen digitaler Welt und haptischem Raum. Außerdem ist sie Mitherausgeberin des Magazins YallahSalon.

Stephanie Thiersch

 

Stephanie Thiersch studierte Tanz, Geisteswissenschaften und später Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Mit ihrer 2000 gegründeten Kompanie MOUVOIR entwickelt sie Bühnenstücke, Filme und Installationen, die national und international gastieren und vielfach ausgezeichnet wurden. Neben der Kompaniearbeit entwickelt sie Gastchoreografien, zuletzt an der UNEARTE Caracas, Venezuela und am Staatstheater Kassel. Sie war Gastprofessorin am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Mit dem Ensemblenetzwerk Freihandelszone ist sie Künstlerische Leiterin des Festivals GLOBALIZE:COLOGNE. Seit 2009 erhält sie die Spitzenförderung des Landes NRW.

Stephanie Thiersch verhandelt in ihren vielschichtigen Inszenierungen die wesentlichen Bereiche unseres modernen Lebens. Als kompromisslose Beobachterin seziert sie ihre Umwelt: Popkultur, Philosophie und Bildende Kunst sind ihre Werkzeuge. Thierschs Interesse an körperlichen und seelischen Zuständen, die nicht eindeutig fassbar sind, die Schieflagen des Menschen, färben ihren Stil.

David Gruschka

 

David Gruschka arbeitet als Schauspieler, Regisseur und Moderator. Am Schlosstheater Moers sowie am Theater Oberhausen absolvierte er mehrere Praktika und Regiehospitanzen und spielte zudem als Gast in mehreren Produktionen beider Theater. Nach seinem Studium der Theaterpädagogik erwarb er weitere Kenntnisse in den Bereichen Regie und Schauspiel bei Marcelo Diaz und der London International School of Theatre.

David Gruschka ist künstlerischer Leiter des freien Kinder- und Jugendtheaters „echtzeit-theater“/ Münster, das aktuell in der Spitzenförderung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW steht. Er ist außerdem wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Theaterpädagogik der HS Osnabrück und leitet den Veranstaltungsbereich des „Burgtheater Lingen“.

Er ist Mitglied des Sprecherteams des Arbeitskreises Kinder- und Jugendtheater NRW und war Mitglied in der Jury für „Nachwuchsstipendium Freie Kinder- und Jugendtheater NRW“ sowie in der Jury zur Projektförderung des NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste.

In beratender Funktion: Christine Peters, Leiterin Bereich Performing Arts der Kunststiftung NRW

Weitergehende Informationen

Die Organisation der Arbeitstreffen erfolgt durch die Projektleitung des NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste. Die Arbeitsprozesse werden fortlaufend durch die Projektleitung evaluiert.

Eine Informationsveranstaltung per Zoom findet am 25. Mai 2022 von 10-12 Uhr statt. Die Anmeldung zur
Veranstaltung erfolgt per Mail an: mentoring@nrw-lfdk.de.

Ein Fachgremium von Expert*innen, die vertraut mit der Freien Szene sind, wird im September bis zu acht Gruppen / Ensembles für das Mentoring-Programm auswählen. Die Vorhaben können ab Oktober 2022 beginnen und sollten bis Oktober 2023 abgeschlossen sein.

Projektleitung und Ansprechpartner für Nachfragen und Beratung:
Harald Redmer
mentoring@nrw-lfdk.de

Ausschreibung im PDF-Format

Bisher geförderte Vorhaben und Evaluationen

Geförderte Vorhaben und Evaluation 2020

 

Die Jury hat am 29. Juni 2020 über die Förderanträge zum Mentoring-Programm entschieden.

Das Programm wurde in dieser Runde noch stärker nachgefragt als ohnehin schon beim letzten Mal. Es standen 28 Anträge zur Diskussion. Die Kunststiftung NRW und das Landesbüro sehen dies als Beleg für die Notwendigkeit nicht produktionsgebundener Förderformate gerade auch für Gruppen und Ensembles, die bereits über eine längere Arbeitsbiografie verfügen. Die Jury hob die Vielfältigkeit der Förderansätze und das gute konzeptionelle Niveau der Anträge hervor. Das inhaltliche Spektrum der beantragten Vorhaben steht damit auch für die Vielfältigkeit der Freien Darstellenden Szene in NRW generell.

2020 erhielten folgende Ensembles / Gruppen eine Förderung:

Das NRW Landesbüro hat die Durchführung der Projekte begleitet und im Oktober 2019 eine > Auswertung des Programms veröffentlicht.

Geförderte Vorhaben und Evaluation 2018

 

Im April 2018 wurde das Mentoring-Programm erstmals ausgeschrieben. Bis zum 20. Mai 2018 bewarben sich 23 Gruppen und Ensembles.

Die fünfköpfige Jury bestand aus Holger Bergmann (Geschäftsführung Fonds Darstellende Künste, Berlin) Kathrin Ebmeier (freischaffende Künstlerin, Köln), Katja Grawinkel-Claasen (Dramaturgie Forum Freies Theater, Düsseldorf), Fabian Sattler (Regisseur und Vorstand Maschinenhaus, Essen) und Ludger Schnieder (Künstlerische Leitung Pumpenhaus, Münster) und tagte am 19. Juni 2018.

Das qualitative Niveau aller eingereichten Anträge bewertete die Jury als sehr zufriedenstellend. Insbesondere wurde die Unterschiedlichkeit der formulierten Anliegen positiv hervorgehoben. Auffälliger Bedarf für ein Mentoring wurde im Bereich Digitalisierung angemeldet. Bemerkenswert auch, dass aus dem Bereich Neuer Zirkus gleich mehrere Anträge eingereicht wurden.

2018 erhielten folgende Ensembles / Gruppen eine Förderung:

Das NRW Landesbüro hat die Durchführung der Projekte begleitet und im Oktober 2019 eine > Auswertung des Programms veröffentlicht.