NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste e.V.

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Klamotte / KOM'MA Theater / Foto © KOM'MA Theater
Bartling & Kilinç / Nightlife / Foto © Sebastian Wolf
Good Game Gretel / Theater Marabu / Foto © Ursula Kaufmann
Das geheime Projekt / Kathrin Spaniol / Foto © Oliver Look
Psst! Frau Prof. Dr. Zibel hat einen Ohrwurm / Theater Glux / Foto © Theater Glux
Frei//Sein / c.t.201 mit dorisdean / Foto © c.t.201
miteinander warm werden / katharinajej / Foto © Almut Elhardt
paraproximity / Döring & Herrlein / Foto © Gianna Maier-Quadt
Der Computer Nummer 3 / notsopretty / Foto © Sebastian Wolf
Positive Anschläge 0.1 / make a move collective / Foto © Dorina Köbele-Milaş
Soloabend / HARTMANNMUELLER / Foto © Dirk Rose
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Believe it or not / Ana Valeria Gonzalez / Foto © Elan Zander
Wem gehört die Straße? / Consol Theater / Foto © Martin Möller
Ha(mm)bibi / Treibkraft.Theater / Foto © Treibkraft.Theater
Arthur Schopa - FREIraum Ensemble / SOLO+ / Foto © Alessandro de Matteis
Nervous Entanglement / sputnic visual arts / Foto © sputnic visual arts
TAG H Ex / Ryutaro Mimura / Foto © Ryutaro Mimura

Coronavirus: Allianz der Freien Künste fordert dringende Kor­rek­turen bei der Soforthilfe von Bund und Ländern

07.04.2020 Die Allianz der Freien Künste begrüßt, dass Bund und Länder sehr schnell ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Corona-Soforthilfe auf den Weg ge­bracht und entsprechende Finanzmittel zur Verfügung gestellt haben. Die Mit­gliedsverbände melden jedoch übereinstimmend, dass die Soforthilfe des Bun­­des bei den zahlreichen Freiberufler*innen, Solo-Selbstän­digen und kleinen Un­ternehmen nur sehr eingeschränkt greift. Das liegt zum einen an fehlenden Bundesvorgaben zur Anerkennung anteiliger Lebenskosten als betriebliche bzw. erwerbsmäßige Kosten sowie zum anderen auch daran, dass die Länder Verwal­tungsspielräume eher zum Nachteil der frei­schaffenden Künstlerin­nen und Künstler auslegen.

Zwar werden bei Soforthilfen laufende Betriebskosten wie z. B. Mie­ten für Ateliers, Arbeits- und Probenräume anerkannt. Persönliche Lebenshaltungskosten, die insbesondere bei freiberuflichen und solo-selbstständigen Kunstschaffenden im Wesentlichen auch unternehmerische Kosten sind, werden in den meisten Bundesländern jedoch kategorisch ausgeschlossen. Freiberufliche tätige Kunstschaffende wer­den auf diese Weise systematisch in die Grundsi­che­rung gedrängt, obwohl es die zur Verfügung stehenden Mittel und die Vor­gaben des Bundes zulassen, Freiberufler*innen, Solo-Selbstständige und kleine Unter­neh­men ent­sprechend abzusichern.

Darüber hinaus herrscht derzeit große Unsicherheit, wie die Soforthilfe des Bun­des und andere Hilfs-Maß­nahmen miteinander kombinierbar sind.

Die Allianz der Freien Künste wendet sich eindringlich an die Bundesregierung, mit der Forderung, den Fortbestand der Freiberufler*innen, Solo-Selbstän­digen sowie der kleinen Un­ternehmen zu sichern und die Hilfsmaßnahmen auf die konkrete Lebens- und Arbeitsrealität auszurichten.

Der Allianz der Freien Künste gehören an:

Aktion Tanz – Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft, der Bund der Szenografen, der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, der Bundesverband Freie Dar­stellende Künste, der Bundesverband Theater im Öffent­li­­­chen Raum, der Bundesverband Zeitgenössischer Zirkus, der Dachverband Tanz Deutschland, der Deutsche Tonkünstlerverband, die Deutsche Gesellschaft für Elektro­akus­tische Musik, die Deutsche Jazzunion, der Deutsche Kompo­nis­tenverband, der Deutsche Textdichter-Verband, die Ge­sel­lschaft für Neue Musik, die Hans-Flesch-Gesellschaft, der Verband der HörspielRegie, FREO – Freie Ensembles und Orchester in Deutschland, der Ver­band Deut­scher Pup­pen­theater sowie die Vereinigung Alte Mu­sik.