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Ausschreibung: Impulse Theater Festival fördert Vorhaben zur performativen (Selbst-)Archivierung

28.07.2020 In Kooperation mit dem NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste und der Initiative für die Archive des Freien Theaters schreibt das Impulse Theater Festival fünf Projektentwicklungen zur performativen (Selbst-)Archivierung für freie darstellende Künstler*innen in NRW aus.

Bereits im Jahr 2013 ging vom Impulse Theater Festival die Initiative für das Projekt „Performing the Archive“ aus, das sich als bewegliches Archiv mit der Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Freien Theaters auseinandersetzt und gemeinsam mit Künstler*innen Formate für die analoge und digitale (Selbst-)Archivierung der eigenen künstlerischen Praxis entwickelt. Die Leitfrage des Projekts lautet: Wie könnte ein Archiv aussehen, das mit künstlerischen Strategien entworfen wurde und gleichzeitig von ihnen erzählt? Bevor die Impulse-Akademie „Geschichte wird gemacht“ im Sommer 2021 anlässlich des verschobenen 30-jährigen Festival-Jubiläums ihr performatives Festival-Archiv errichtet, schafft das Impulse Theater Festival die Möglichkeit, diese Frage in Modellprojekten zu erforschen und im digitalen Raum zu erproben.

Abrupt und unvorhersehbar hat der gesellschaftliche Ausnahmezustand der letzten Monate der Theaterwelt den analogen Boden unter den Füßen weggezogen. Auch das Impulse Theater Festival fand 2020 nur digital statt. Künstler*innen mussten neue mutige Wege finden, den digitalen Raum performativ zu bespielen. Diese neuen Strategien an der Schnittstelle analoger und digitaler Praxis können für die Archivierung Freier Theaterpraxis genutzt werden.

Das Impulse Theater Festival schreibt fünf Projektentwicklungen zur Erarbeitung innovativer künstlerischer Archive im interdisziplinären/intermedialen Spannungsfeld analoger und digitaler Formate aus. Die Projekte sind mit je 10.000 Euro dotiert und richten sich an Künstler*innen und/oder Kollektive aus dem Feld der Freien darstellende Künste mit Arbeitsschwerpunkt in NRW.

Im Rahmen ihrer Arbeiten setzen sie sich mit ihrer eigenen Geschichte auseinander und machen diese einer Öffentlichkeit zugänglich. Sie sollen Potentiale aufzeigen, die an der Schnittstelle von Theater, Archiv und digitaler Kunst entstehen. Dabei werden die Künstler*innen von einem Pool an Expert*innen wie Programmier*innen und Medienkünstler*innen unterstützt. Ziel ist nicht die vollständige Aufarbeitung der Geschichte(n), sondern die Entwicklung und Erprobung von Strategien und Arbeitsweisen der Archivierung, die nach Beendigung der Entwicklungsphase weitergeführt werden sollen. Bei der Impulse-Akademie „Geschichte wird gemacht“ im Juni 2021 werden Einblicke in die Projektentwicklungen präsentiert. Die Strategien und das Know-how der Archivierung sollen als Open Source zur Verfügung gestellt werden.

Einreichfrist für die Projektideen ist der 1. Oktober 2020.

> Alle Informationen zur Ausschreibung

Ein Projekt des Impulse Theater Festivals und des NRW KULTURsekretariats in Kooperation mit dem NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste und der Initiative für die Archive des Freien Theaters. Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Kunststiftung NRW.