NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste e.V.

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Ich bin Pinguin / Wera Mahne / Foto © Christian Herrmann
Platz! / DOSSIER 3-D-Poetry / Foto © Ingo Solms
WITCHES / Ursina Tossi
L'état des choses / Kaiser Antonino Dance Ensemble
Café Europa - Die letzten Tage der Menschheit / Theaterlabor Bielefeld / Foto © Jörn Josiek
Junges Ensemble Marabu / Theater Marabu / Foto © Ursula Kaufmann
Age of Curse / Chikako Kaido / Foto © Wiebke Rompel
JUNIOR COMPANY BONN: Space is only Noise / Cocoon Dance / Foto © Klaus Fröhlich
Die Schöpfung / HARTMANNMUELLER / Foto © Dirk Rose
Dreams in a Cloudy Space / Antje Velsinger / Foto © Imke Lass
Takanakuy Shower / Kollektiv Zoo / Foto © Robin Junicke
One World is Not Enough / Armada Theater / Foto © Patrick Lohse
Identität / Sir Gabriel Trafique / Foto © Ingo Solms
MINT CONDITION / SonderSammlung / Foto © Hans Diernberger
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ASHAMED / undborisundsteffi / Foto © Meike Willner
Körperschaften der Vernetzung / STERNA PAU
Acid Shakes / Bettina Nampé
It’s Only a Papermoon / Paradeiser Productions / Foto © Ingo Solms
Blake and Me and the Universe / MAKE
Cherchez la femme / Maura Morales / Foto © Klaus Handner
Rausch / ANALOG Theater / Foto © Pramudiya
The BIG Picture / Fetter Fisch / Foto © Thomas Mohn
Der Platz / Samadhyana Company / Foto © Dominik Antoni
IS deutsche Räuber im Dschihad / WEHR51
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Katt und Fredda / echtzeit-theater / Foto © Roman Starke
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Die Strasse / Rottstr5 Theater / Foto © Laura Thomas
Die Mars Chroniken / TheaterBlackBox / Foto © Meyer Originals
Pressspan / Elsa Artmann und Samuel Duvoisin / Foto © Ale Bachlechner

Allianz der Freien Künste: "Unternehmer*innenlohn jetzt! – Ohne wirtschaftliche Hilfe stirbt die Kultur"

29.10.2020 Die für November 2020 angekündigten Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Corona-Virus bedeuten existentielle Einschnitte für die Freien Künste. Das zwischen Bund und Ländern vereinbarte Veranstaltungsverbot entzieht Kunst- und Kulturschaffenden erneut die Existenzgrundlage.

Insbesondere soloselbstständige Kunst- und Kulturschaffende sowie kleine und mittlere Unternehmen in den Sparten Musik und Darstellende Künste werden von den Einschränkungen hart getroffen. Dies gilt auch für alle anderen Kunstsparten, deren Existenzgrundlage öffentliche Veranstaltungen sind.

Die Akteur*innen der Freien Künste – die vom Beginn der Pandemie bis heute extrem unter den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu leiden hatten – haben die Einschränkungen gleichwohl mit enormen Kraftanstrengungen und massiven Einbußen solidarisch mitgetragen.

Dennoch blieb Soloselbstständigen und Unternehmen ohne relevante Betriebskosten der Zugang zur Soforthilfe des Bundes bislang verwehrt. Wenn ihnen jetzt erneut die Existenzgrundlage entzogen wird, muss endlich ein fiktiver Unternehmer*innenlohn für Soloselbstständige anrechenbar sein – so wie es die Fachminister*innen der Länder, der Kulturausschuss des Bundesrates, der Deutsche Kulturrat als Spitzenverband der Kulturverbände, die Allianz der Freien Künste, eine überwältigende Zahl von Fachverbänden und nicht zuletzt auch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien unisono fordern.

Die 19 in der Allianz der Freien Künste organisierten Bundesverbände fordern die Bundesregierung eindringlich auf, die nun beschlossenen Maßnahmen umgehend durch Wirtschaftshilfen abzufedern, die auch Soloselbstständigen und kleinen Unternehmen der Kulturwirtschaft wirkungsvoll, direkt und unbürokratisch Hilfen eröffnen.

Die Allianz der Freien Künste begrüßt die angekündigte Verlängerung von Überbrückungshilfen und die Erstattung von Einnahmeausfällen bis zu 75 Prozent für den Monat November. Allerdings fordern wir eine Ausweitung der Hilfen etwa für Berufseinsteiger*innen, die keine Vorjahresumsätze vorweisen können. Hier bedarf es sofortiger Regelungen, die verhindern, dass unzählige junge Künstler*innen ihre berufliche Existenz aufgeben.

Die Umsetzung der Hilfen muss unverzüglich, unbürokratisch und ohne Befassung kosten- und zeitintensiver Wirtschaftsprüfung oder Steuerberatung möglich sein. Eine Verrechnung von Erstattungsansprüchen mit bereits laufenden oder zugesagten Projektförderungen oder Stipendien für Künstler*innen ist auszuschließen.

Ohne ein konsequentes, ernst gemeintes Maßnahmenpaket für die de facto mit einem Arbeitsverbot bzw. mit einem Präsentationsverbot belegte Kulturwirtschaft und ohne adäquate Maßnahmen zur Kompensation von Einnahmeverlusten für die Akteur*innen der Freien Künste ist ein strukturelles Kultursterben in unserem »Land der Dichter*innen und Denker*innen« nicht aufzuhalten.

Der Allianz der Freien Künste gehören folgende 19 Verbände an: Aktion Tanz – Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft, der Bund der Szenografen, der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, der Bundesverband Freie Darstellende Künste, der Bundesverband Theater im Öffentlichen Raum, der Bundesverband Zeitgenössischer Zirkus, der Dachverband Tanz Deutschland, der Deutsche Tonkünstlerverband, die Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik, die Deutsche Jazzunion, der Deutsche Komponistenverband, der Deutsche Textdichter-Verband, FREO – Freie Ensembles und Orchester in Deutschland, die Gesellschaft für Neue Musik, die Hans-Flesch-Gesellschaft, das Paul-Klinger-Künstlersozialwerk, der Verband Deutscher Puppentheater, der Verband der HörspielRegie sowie die Vereinigung Alte Musik.

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