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CAMPING PARAISO / ANALOGTHEATER / Foto © Nathan Ishar
LET’S SING ANOTHER SONG! / POLARPUBLIK / Foto © POLARPUBLIK
BLACK EURYDICE / kainkollektiv / Foto © Daniela del Pomar
The Soul of the Zeit / PARADEISER / Foto © Hans Diernberger
Praktisch Galaktisch / Daniel Ernesto Mueller / Foto © Heike Kandalowski
The BIG Picture / Fetter Fisch / Foto © Thomas Mohn
Wetland / Katharina Senzenberger / Foto © Nathan Ishar
SUITS / Kwarme Osei / Foto © Andreas Roehrig
These are a few of my favorite things / äöü / Foto © äöü
Recircling / Yana Novotorova / Foto © Heike Kandalowski
Grandmothers of the Future / Waltraud900 / Foto © Melanie Zanin
UPSIDE DOWN / Theater Titanick / Foto © Metaorange Andreas Matthes
commonnorm / TachoTinta / Foto © Michael Zerban
Silke Z. / die metabolisten / Foto © Lucas Aal
Störfall / disdance-project / Foto © Klaus Wohlmann
Steinzeit Hautnah / Theater Titanick / Foto © Leon Hirsch
DWDW - Die Sache mit den Bäumen / Armada Theater / Foto © Armada Theater
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Sonic Highway / MFK Bochum / Foto © Szenische Forschung
Boyband / notsopretty / Foto © Anna Spindelndreier
HELLO TO EMPTINESS / MOUVOIR Stephanie Thiersch / Foto © Martin Rottenkolber
K.I.T.C.H.E.N. / Marlin de Haan / Foto © Bozica Babic
DREAM MACHINE / Anke Retzlaff / Foto © Lev Gonopolski

Honoraruntergrenze: Neue Empfehlung für freischaffende Akteur*innen in den darstellenden Künsten

03.11.2022 Der Bundesverband Freie Darstellende Künste e.V. (BFDK) hat in seiner Delegiertenversammlung am 12. Oktober 2022 eine neue Honoraruntergrenze (HUG) für freischaffende Akteur*innen in den darstellenden Künsten beschlossen.

Nach dieser Empfehlung sollen in der Künstlersozialkasse (KSK) Versicherte mindestens 3.100 Euro im Monat, Nicht-KSK-Versicherte mindestens 3.600 Euro im Monat erhalten. Die Anpassung der HUG, die bereits seit 2015 vom BFDK veröffentlicht wird, war mit Beschluss der schrittweisen Tariferhöhung des Normalvertrag (NV) Bühne ab der Spielzeit 2022/2023 notwendig geworden. Der NV Bühne für die im Deutschen Bühnenverein organisierten Theater bildet die Grundlage für die Honoraruntergrenze.

„Die Erhöhung war dringend notwendig, nicht zuletzt mit Blick auf die aktuellen Preissteigerungen. Uns ist es deshalb wichtig zu betonen, dass es sich bei dieser Empfehlung um eine Untergrenze handelt, die sich am Gehalt für Berufsanfänger*innen orientiert. Für erfahrene Akteur*innen müssen die Honorare höher ausfallen“, betont Matthias Schulze-Kraft, Mitglied des Vorstands des BFDK.

Die Berechnung der Honoraruntergrenze (HUG)

Grundlage für die Berechnung der HUG bildet der NV-Bühne-(Einsteiger*innen-) Tarif von nun 2.715 Euro Arbeitnehmer*innenbrutto. Da Selbstständige für ihre Sozialversicherungsbeiträge vollständig selbst aufkommen müssen, werden die vollen Sozialversicherungssätze bei der Honorarempfehlung berücksichtigt.

Bei einer Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse (KSK) übernimmt diese wiederum einen Teil der Sozialversicherungsbeiträge, weshalb hier ein geringeres Honorar empfohlen wird. Zusätzlich enthält die HUG eine Pauschale von 300 Euro, da Selbstständige weitere Risiken und Kosten (z.B. Verdienstausfall durch Krankheit) selbst tragen müssen.

Die Honoraruntergrenze ist eine Empfehlung des BFDK. In einzelnen Bundesländern kann es aufgrund regionaler Unterschiede zu abweichenden Empfehlungen kommen.

Neue Monats-, Wochen- und Tagessätze

Honoraruntergrenze (Nettohonorar) für Nicht-KSK-Versicherte:

  • Monat: 3.600 EUR
  • Woche: 830 EUR
  • Tag: 165 EUR
  • Aufführung (10 % des Monatshonorars): 360 EUR

Honoraruntergrenze (Nettohonorar) für KSK-Versicherte:

  • Monat: 3.100 EUR
  • Woche: 715 EUR
  • Tag: 140 EUR
  • Aufführung (10 % des Monatshonorars): 310 EUR

Umgang mit der neuen Empfehlung in der Allgemeinen Projektförderung

Für die Förderprogramme des NRW Landesbüros gelten aktuell übergangsweise noch die alten Sätze, da noch nicht klar ist, wann Mittelerhöhungen durch das Land erfolgen. Aber: Auch die alten Sätze bedeuten die Empfehlung einer Untergrenze - es ist dementsprechend nicht verboten, sich bereits jetzt höher zu orientieren.

Perspektivisch: Honorarempfehlungen angestrebt

Die Honoraruntergrenze bezieht sich auf ein Einsteiger*innengehalt in den darstellenden Künsten und wird daher Menschen mit längerer Berufserfahrung nicht gerecht. Der BFDK strebt deshalb die Entwicklung von Honorarempfehlungen an, die detaillierter auf die spezifische Situation der Akteur*innen eingehen, zum Beispiel über ein Stufenmodell.

Quelle: Bundesverband Freie Darstellende Künste