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Praktisch Galaktisch / Daniel Ernesto Mueller / Foto © Heike Kandalowski

1. Februar 2024:

Die Kunst und das Gemeinwohl

Nachhaltigkeitsberichterstattung und Organisationsentwicklung mit der Gemeinwohl-Bilanz im Kunst und Kulturbereich

Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) ist eine internationale Bewegung aus vielen engagierten Menschen, Unternehmen und Gemeinden. Im Zentrum steht ein zukunftsfähiges Wirtschaftssystem, bei dem es in erster Linie um den Menschen und die Umwelt geht und nicht nur um den Profit. Um den Beitrag zum Gemeinwohl zu messen, hat die GWÖ die Gemeinwohl-Bilanz entwickelt. In dieser untersuchen Unternehmen, aber auch Gemeinden, Kultureinrichtungen und Kulturbetriebe, mithilfe eines Punktesystems inwieweit sie die Werte

  • Menschenwürde
  • Solidarität & Gerechtigkeit
  • Ökologische Nachhaltigkeit
  • Transparenz & Mitentscheidung

in ihrem Handeln berücksichtigen. Je besser der Beitrag für das Gemeinwohl desto mehr Punkte bekommt eine Organisation. So wird für alle objektiv der Beitrag zum Gemeinwohl sichtbar.

Was bedeutet das Ernstnehmen der Grundwerte der Gemeinwohl-Ökonomie für Kulturschaffende? Welchen Einfluss kann die Orientierung am Gemeinwohl auf Kunst und Kultur haben?

Auf diese Fragen wird die Organisationsberaterin Martina Dietrich eingehen. Ebenfalls dabei ist Josefine Rose Habermehl vom atelier automatique, einer Ateliergemeinschaft von Bochumer Künstler*innen. Der Trägerverein des atelier automatique hat im Jahr 2021 selbst eine erste Gemeinwohl-Bilanz erstellt. Josefine Rose Habermehl wird von Erfahrungen aus diesem Prozess berichten.

Die Referentinnen:

Martina Dietrich

 

Martina Dietrich, Organisationsentwicklerin, lebt in Köln und unterstützt mit ihrer Firma 'sinnovation - nachhaltig entwickeln' Menschen, Teams und Organisationen in ihrer nachhaltigen und werte-orientierten Entwicklung.

Nach vielen Jahren internationaler Arbeit in Industrie-Konzernen, arbeitet Sie inzwischen als freie Organisationsberaterin an der Weiterentwicklung von kleinen und mittelständischen Unternehmen und Organisationen hin zu ethischem Wirtschaften. In diesem Sinne berät sie auch Unternehmen und Organisationen bei der Erstellung ihrer Gemeinwohl-Bilanz.

Josefine Rose Habermehl

 

Josefine Rose Habermehl (Jahrgang 1988, Herne) studierte Germanistik, Theaterwissenschaft (B.A.) und Szenische Forschung (M.A) an der Ruhr-Universität in Bochum. Seit 2014 ist sie als freiberufliche Kunst- und Kulturarbeiterin aktiv. Im Frühjahr 2022 schloss Josefine Rose Habermehl den Masterstudiengang Angewandte Nachhaltigkeit ab. Sie beschäftigte sich in ihrer Abschlussarbeit mit der Gemeinwohlberichterstattung im Kunst- und Kulturbereich.

Das atelier automatique und ist ein selbstorganisierter, nicht-kommerzieller und solidarischer Raum in der Bochumer Rottstraße. Er wurde als gemeinsamer Arbeitsplatz von mehreren Künstler*innen aus Bochum aufgebaut und wird von dem Verein Gemeinschaft zur Förderung und Vernetzung der freien Künste Bochums getragen.

Termin: Donnerstag, 1. Februar, 16:00 -18:00 Uhr
Teilnahmegebühr: 20 Euro / 10 Euro für Mitglieder und Studierende

Diese Veranstaltung findet online über Zoom statt. Die Teilnehmer*innen erhalten vor Beginn per Mail einen Link zur Teilnahme.

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