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Qualifizierung

Workshop: Audiodeskription in den Darstellenden Künsten

Einführung in das Arbeits- und Experimentierfeld Live-Audiodeskription

Der zweitägige Workshop gibt eine Einführung in das Fachgebiet der Audiodeskription im Bereich der darstellenden Künste und umfasst:

  • die Sensibilisierung für die spezifische Wahrnehmung visueller Ereignisse mit eingeschränktem Sehsinn
  • einen Kurzüberblick über das Tool „Audiodeskription‟ (Geschichte, Prinzipien, Funktionalität, Formen, Praxisstand)
  • Basiswissen zu den einzelnen Schritte bei der Erstellung und Durchführung einer klassischen Audiodeskription
  • Besonderheiten verschiedener Genres (Oper, Schauspiel, Tanz, Performance u.a.)
  • Besonderheiten alternativer Formate (z.B. Formen künstlerisch-inhaltlicher Integration von Audiodeskriptionsinhalten)

In Kleingruppenarbeit werden erste eigene Beschreibungen erstellt und die theoretischen Inputs praktisch erfahrbar. Gern gehen wir auf spezielle Interessen ein und geben die Möglichkeit, an individuellen oder projektbezogenen Fragestellungen intensiver zu arbeiten.

Der Workshop richtet sich an professionelle Theaterschaffende und Interessierte und ist für Einsteiger*innen geeignet.

Am 02.10. besuchen wir nach dem Workshop gemeinsam eine Vorstellung mit integrierter Audiodeskription im Rahmen des FAVORITEN Festivals: Futur3 – MAKING THE STORY – Ukrainische Fixer im Krieg

Sylvie Ebelt
begann ein Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Romanistik, besuchte eine Theaterschule in Brüssel und absolvierte eine Ausbildung zur Hörfunkredakteurin. Sie arbeitet als freiberufliche Dramaturgin, u.a. am Consol Theater in Gelsenkirchen. Sie gehörte 2010 zum Gründungsteam der Hör.Oper am Musiktheater im Revier und erarbeitet dort gemeinsam mit blinden und sehenden Kolleg*innen ein kontinuierliches Angebot an audiodeskribierten Musiktheateraufführungen. Darüber hinaus erstellt sie Audiodeskriptionen für Film, TV, Schauspiel- und Performance-Produktionen und berät Teams bei der Umsetzung konventioneller und unkonventioneller AD-Projekte.

Linda Wolf
studierte Theaterwissenschaft und Philosophie (B.A.) und arbeitet als Integrationskraft mit einem blinden Studenten zusammen. Als Teil des Gründungsteams der Hör.Oper beschreibt sie seit 2010 Inszenierungen des Musiktheaters im Revier für Menschen mit Seheinschränkung. Inzwischen arbeitet sie hauptberuflich als Audiodeskriptorin für Film- und Fernsehproduktionen sowie Theater-, Ballett- und Performanceprojekte im gesamten deutschsprachigen Raum und begleitet Veranstaltungen als Live-Beschreiberin. In Beratung und Workshops unterstützt sie Gruppen und Theaterhäuser bei Pilotprojekten im AD-Bereich und begleitet deren Verstetigung und Professionalisierung.

Claudia Hemmis
ist von Geburt an seheingeschränkt und gilt inzwischen als gesetzlich blind. Sie arbeitete in der Pflege und später als Lehrerin für Pflegeberufe. Durch ihre fortschreitende Sehbehinderung musste sie ihre Theaterbegeisterung aus jungen Jahren zunächst aufgeben. Über den Blinden- und Sehbehindertenverein Gelsenkirchen wurde sie 2010 ebenfalls Gründungsmitglied des Hör.Oper-Teams am Musiktheater im Revier und hat an zahlreichen Inszenierungsbeschreibungen mitgewirkt.

Seit einigen Jahren unterstützt und berät sie NRW-weit Audiodeskriptionsprojekte im Performancebereich und gibt ihre Expertise als Workshopreferentin weiter.


Anmeldung

Workshop: Audiodeskription in den Darstellenden Künsten

Termin

2.–3. Oktober

2 Tage, jeweils 12 – 18 Uhr

Referent*innen

Sylvie Ebelt, Linda Wolf & Claudia Hemmis

Ort

.dott.werk, Dortmund

Düsseldorfer Str. 18, 44143 Dortmund

→ In Google Maps öffnen

Teilnahmegebühr

45 € / 25 € (Mitglieder des LFDK und Studierende) – Preis inkl. Theaterticket

Jetzt buchbar

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